NOZ: NOZ: Deutscher Manager von US-Konzern Agco rät zu Transparenz bei Gehältern

2017-09-14 07:05

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Osnabrück (ots) - Deutscher Manager von US-Konzern Agco rät zu Transparenz bei Gehältern Richenhagen empfiehlt deutschen Kollegen amerikanisches Modell und "weniger Geheimniskrämerei" Osnabrück. Der deutsche Chef des amerikanischen Fendt-Mutterkonzerns Agco hat seinen Managerkollegen in Deutschland zu mehr Transparenz bei ihren Gehälter geraten. Im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag) lobte Martin Richenhagen das US-amerikanische Modell: "Die börsennotierten Firmen in den USA veröffentlichen die Managergehälter bis ins kleinste Detail in den Jahresberichten - inklusive Dienstwagen und Diensthandy." Es werde auch ausgewiesen, wie viel mehr er selbst im Vergleich zum Durchschnittsverdienst in seinem Unternehmen erhalten habe. Richenhagen, der seit 2004 an der Spitze des Fendt-Mutterkonzerns Agco steht, sagte angesichts der Debatte um Managergehälter in Deutschland: "Ich kann meinen Kollegen in den deutschen Chefetagen dieses Modell nur ans Herz legen. Mehr Transparenz, weniger Geheimniskrämerei." Agco-Chef Richenhagen: Deutscher Ruf hat durch Diesel-Skandal in USA gelitten Manager empfiehlt deutschen Konzernen Investitionen in den USA Osnabrück. Der Ruf deutscher Produkte hat nach Einschätzung des deutschen Chefs des amerikanischen Fendt-Mutterkonzerns Agco unter dem Diesel-Skandal bei Volkswagen gelitten. Im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag) sagte Martin Richenhagen, bislang sei das Bild der Amerikaner von Deutschland exzellent gewesen. "Die Diesel-Krise hat für eine Art Aha-Erlebnis gesorgt, was diese Verklärung angeht." Besonders negativ habe sich dabei ausgewirkt, dass VW nicht von vornherein eingeräumt habe, "Mist gebaut zu haben". Zwar seien die Verkaufszahlen der Fendt-Traktoren aus dem Agco-Konzern nach wie vor gut. "Noch mehr solcher Skandale verkraftet das Verhältnis aber nicht", sagte Richenhagen. Angesichts der wachsenden Kritik an deutschen Exportüberschüssen empfahl der gebürtige Kölner: "Die deutschen Betriebe müssen auch im Ausland investieren, in den USA aber auch in Europa, sonst wird der Unmut immer größer."

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